oben/above: videostill aus/from Lisa Stålspets' Leaf Dance
unten/below: ausstellungsansicht mit Emanuel Bernstones Bildern/
exhibition view with Bernstone's paintings
EMANUEL BERNSTONE / LISA STALSPETS
Eroeffnung 10. Mai , 12:30 Uhr
Der Kunstverein Apex pro art e.V. zeigt vom 10. Mai bis zum 28. Juni 2009 die Ausstellung der zwei jungen schwedischen Künstler Lisa Stålspets und Emanuel Bernstone. Die Arbeiten Lisa Stålspets werden damit erstmalig in Deutschland ausgestellt.
Auch wenn beider Künstler Arbeitsweise sehr unterschiedlich erscheint, liegt der Schwerpunkt ihrer künstlerischen Intention doch auf der Frage des Sehens und Erzählens. Vorzugsweise arbeitet die Künstlerin Lisa Stålspets, die 1978 in Stockholm geboren ist, mit Video- und Installationskunst. Um zu verdeutlichen, dass die subjektive Wahrnehmung der Umwelt unzureichend ist, nimmt die Künstlerin immer wieder neue Rollen ein und eröffnet dem Betrachter somit eine multiperspektivische Sicht. Dabei schreckt sie auch nicht davor zurück, in einem Krakenkostüm in der Ostsee zu baden, oder als Baum verkleidet in die nächste Eckkneipe zu gehen.

Überwachung und freiwillige Selbstkontrolle
(Eröffnung: 22.3. / 12h, Finissage am 3.5.)
Im Zeichen der vielbeschworenen Informationsgesellschaft ist die Konfrontation mit neuen Wegen der Information und deren Auswirkung auf private und öffentliche Räume eines der wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen, denen die moderne Demokratie ausgesetzt ist. Zwei zentrale und miteinander konkurrierende Konzepte sind sicherlich die Begriffe ‚Freiheit’ und ‚Sicherheit’, deren herkömmlichen Definitionen zur Zeit durch die Ausformulierung einer neuen sicherheitspolitischen Agenda zur Disposition stehen. Verhandelt werden hier ebenso digitale und öffentliche Räume und deren Ausgestaltung; eine Debatte, die nicht weniger als einen Kampf um Deutungshoheit darstellt.
Die Vielgliedrigkeit der Diskurse reicht von der zunehmend flächendeckenden Kameraüberwachung urbaner Konsumräume, digitaler Einflussnahme mittels Bundestrojanern über städtebauliche Interventionen zur Regulierung öffentlicher Sicherheitszonen bis hin zur Frage nach der richtigen strafrechtlichen Verfolgung von Sprayern, die sich außerhalb einer bananenfarbenen hochkulturellen Wärme bewegen.
Ein interessantes Phänomen hierbei, neben der Dialektik von erhöhter Sicherheit und erhöhter Angst, ist die zunehmende freiwillige Selbstkontrolle, abzulesen an der bereitwilligen Öffnung des letzten privaten Raumes, nämlich der eigenen Identität...
Mit freundlicher Unterstützung der Karin Abt-Straubinger-Stiftung und der Göttinger Kulturstiftung.
Mit Stephan Dillemuth , Diego Castro, Tanja Ostojic, Francis Zeischegg, Ulf Aminde, Simon Senn
Kuratiert von Christian Schindler und Diego Castro.
Begleitprogramm:
Im Rahmen der Filmreihe 'ueberMacht' von dieGesellschafter.de im Kino Lumière:
STRANGE CULTURE / FREMDE KULTUREN (USA 2007), 24.4. / 20h
Finissage mit Abschlusspräsentation des Ausstellungsprojekts STADTMACHTKUNST von a7.austellungen e.V., Hildesheim,